Beifuß- Ambrosie
Die Beifuß-Ambrosie ist auch als Beifußblättriges Traubenkraut, Ambrosia, Traubenkraut, Aufrechtes Traubenkraut, Wilder Hanf oder im englischen Sprachgebrauch auch als Ragweed bekannt – der lateinische Name ist Ambrosia artemisiifolia. Ambrosia bedeutet übersetzt “Speise der Götter” und wenn man der griechischen Mythologie glauben schenken darf, so soll ihr Verzehr die Speisenden unsterblich machen.
Doch dies ist nur eine Seite dieser sich rasant und stetig auch hierzulande verbreitenden Pflanze, denn ein weitaus negativerer Effekt ist ihre nicht zu unterschätzende “Nebenwirkung”, in hohem Maße Allergie- auslösend und invasiv zu sein.
Ursprünglich kommt die Beifuß Ambrosie aus Nordamerika, Anfang des 20. Jahrhunderts tauchte sie jedoch auch erstmalig in Südosteuropa auf, wo sie als schädliches Unkraut gilt. Hierzulande ist die lästige Pflanze vorwiegend in einem Teil von Hessen, Baden-Württemberg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Südbrandenburg und im Nordosten von Bayern verbreitet (wo sie bereits zu einem festen Bestandteil der heimischen Flora gehört); man findet sie überwiegend an Geröllplätzen und Straßen- und Wegesrändern. Und wenn sie sich erst einmal verbreitet hat, ist sie kaum noch aufzuhalten, da nur eine Pflanze schon in der Lage ist, mitunter über 60.000 Samen zu produzieren – wovon zu allem Übel auch noch jeder einzelne über einen Zeitraum von rund 40 Jahren aktiv und keimfähig bleibt. Darüber hinaus können die Pollen allein durch den Wind rund 100 Kilometer durch die Luft befördert werden.
Zur Blütezeit der Pflanze von Juli bis Oktober lösen die Pollen dieser Pflanze zum Teil schwerste allergische Reaktionen aus, da die Allergene der Pollen doppelt so stark sind wie zum Beispiel die von Gräsern. Die Reaktionen können unterschiedlicher Natur sein, die Bandbreite reicht hier von tränenden und juckenden Augen über Niesen bis hin zu Asthmaanfällen, die in ihrem Ausmaß mitunter stark variieren können. Da die Pollen sehr winzig sind sind sie nämlich in der Lage, sich sehr tief in der Lunge fest zu setzen. Bei manchen Menschen kann auch bereits nur der Hautkontakt mit einer in Blüte stehenden Pflanze problematisch, wenn nicht sogar riskant sein.
Optisch gleicht die Beifuß-Ambrosie sehr dem heimischen Beifuß. Experten gehen davon aus, dass man zum jetzigen Zeitpunkt noch eine relativ gute Chance hat, die Verbreitung der Beifuß-Ambrosie günstig zu beeinflussen, allerdings könnte dies schon in ein paar Jahren komplett anders aussehen. Denn die Samen der Beifuß-Ambrosie befinden sich zum Beispiel auch in Vogelfutter, wodurch die Gefahr einer Verbreitung auch in den eigenen Gärten besteht. Sollte sich die unbeliebte Pflanze erst einmal eingenistet haben, sollte man sie möglichst umgehend ausreißen – dies ist bis dato die effektivste Möglichkeit, der Plage Herr zu werden.