Schon bei den Germanen galt der Beifuß einst als Zauberpflanze. Unter den Zauberpflanzen galt er allerdings als die mächtigste, was ihm auch den Namen Machtwurz (Mugwurz) bescherte. Laut germanischer Mythologie gilt der Beifuß als eines neun “heiliger Kräuter”, die der Götterkönig Odin den Menschen bescherte. Wenn der Beifuß zum Beispiel in einen Gürtel eingebunden wurde, sollte der dem Gürtelträger Kraft und Mut sowie Schutz gegen böse Geister verleihen. Darüber hinaus wurde der Beifuß auch in so genannten Liebestränken verwendet, um den oder die Auserwählte mit einem Liebesschwur zu belegen und zu verzaubern.
Räuchermischung "Zwölf Heilige Nächte"
3 Teile Weihrauch-Harz, 1 Teil Mastix, 2 Teile Kräuterbüschel-Mischung bestehend aus Beifußkraut, Eisenkraut, Salbeiblätter, Königskerzenblüten, Melissenblätter, Alantwurzel, Johanniskraut, Schafgarbenkraut, Minze und Kamillenblüten. Wenn die Pflanzen gut getrocknet sind, alles fein zerreißen. Mit den zerstoßenen Harzen mischen und trocken aufbewahren. Die Mischung eignet sich zur Begleitung von Zeremonien und jahreszeitlichen Festen, vor allem aber zum Räuchern zwischen den Jahren.
(Quelle: Ossenkopf.de)